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Triff eine Entscheidung

Der Tag, an dem Du einen Entschluss fasst, ist ein Glückstag. (Aus Japan)

Wir erzeugen unsere Zukunft durch die Entscheidungen, die wir treffen, ja, unser gesamtes Leben ist die Summe all unserer großen und kleinen Entschlüsse und ihrer Umsetzung.

Zukunft ist kein Schicksalsschlag, sondern die Folge der Entscheidungen, die wir heute treffen. (Franz Alt)

 

Wer sich für einen Weg entschieden hat, ist schon ein Stück von ihm. Er geht in sich. (Elazar Benyoetz)

Bislang war es vielleicht eher eine unbewusste Wahl, die wir getroffen haben, ausgehend von falschen Voraussetzungen. Manchmal denken wir gar nicht selber, lassen stattdessen das Massenbewusstsein für uns denken und leben in Unentschlossenheit. Aber auch hier gilt: Keine bewusste und selbst gewählte Entscheidung treffen ist auch eine Entscheidung. Eine Entscheidung kann auch sein, den richtigen Zeitpunkt für die Entscheidung abzuwarten. So oder so – es ist unmöglich, sich nicht zu entscheiden. Womöglich haben wir uns auch nie zielbewusst FÜR etwas entschieden, sondern immer eher GEGEN etwas. Wichtig ist es immer, sich die Motivation seiner Entscheidung klar zu machen. Entscheide ich mich für etwas Schönes, was ich erreichen will? Oder entscheide ich mich gegen etwas Unangenehmes, was ich um jeden Preis vermeiden will? Renne ich weg vor dem, was ich fürchte? Oder renne ich auf das zu, was ich erleben will? Da muss man differenzieren, denn das ist nicht dasselbe. Fast alle Menschen wissen so ziemlich genau, was sie nicht wollen, definieren aber selten, was sie stattdessen wollen. Sie wollen keine Krisen, aber was wollen sie stattdessen? Wenn wir uns gegen eine Krise entscheiden, ist unser Bewusstsein an die Krise gebunden und wir wissen immer noch nicht, wie unser Leben genau sein soll. Wir sollten imstande sein, eine KONKRETE Entscheidung FÜR UNSER LEBENSGLÜCK zu treffen, nur dann kann unser Unterbewusstsein, in dem ungeheure Potenziale schlummern, uns helfen, unsere Wunschwirklichkeit aufzubauen. Also, lieber Leser, frage Dich, WOFÜR Du leben willst.

Wenn Du etwas ganz fest willst, dann wird das Universum darauf hinwirken, dass Du es erreichen kannst. (Paulo Coelho)

Machen wir uns ein für allemal klar: »Entweder wir fassen einen Entschluss und gestalten unser Leben dementsprechend, oder wir werden ‚gestaltet‘.« Entscheiden wir uns nicht für unser Lebensglück, überlassen wir die Regie unseren Glaubenssätzen, Gewohnheiten und Ängsten.

Nicht im Wünschen alleine, sondern im Entscheiden liegt die Kraft für die Verwirklichung. (Anthony Robbins)

Stecken wir gerade aktuell in einer Krise, sind wir oft angespannt und blicken nervös in die Zukunft. Auch hier helfen uns Entscheidungen. Wie das? Ich kann Dir sagen, wie es bei mir ist, lieber Leser: Nervös bin ich grundsätzlich immer nur exakt bis zu dem Moment, in dem ich mich für etwas entschieden habe. Sobald ich eine Entscheidung getroffen habe, bin ich wieder voll handlungsfähig. Ich suggeriere meinem Unterbewusstsein, dass ich ein KRAFTVOLLER ENTSCHEIDER bin und schon kehrt Ruhe in mir ein. Und das mache ich so schnell wie möglich, denn mein Leben ist nicht unendlich, sondern endlich. Also will ich mich endlich für das glückliche Leben entscheiden, welches mir zusteht.

Wenn die Entscheidung getroffen ist, sind die Sorgen vorbei! (Tullius Cicero)

Stell Dir einmal eine Eintagsfliege vor, die eine sehr wichtige Entscheidung bezüglich ihres Lebensglücks zu treffen beabsichtigt. Und stelle Dir weiterhin vor, dass sie dazu eine Münze in die Luft wirft, die so herunter fällt, dass sie sich 5 Minuten auf dem Rand dreht, bevor sie schließlich auf eine Seite fällt. 5 Minuten sind eine Menge, wenn man nur einen Tag lebt. Übertragen wir das nun auf unser Leben. Wie viel Zeit unseres Lebens verbringen wir in Unentschlossenheit? Und wie viele Entscheidungen überlassen wir dem »Zu-Fall«?

Ein Entschluss wiegt mehr als tausend Gedanken. (Volksmund)

Genau in der Sekunde, in der wir uns dafür entscheiden, unsere Krise zu meistern und unser Leben bewusst glücklich zu gestalten, hat die Verbesserung der Situation bereits begonnen. Wichtig ist es bei der Entscheidungsfindung, gar nicht viel darüber nachzudenken, WIE genau man die Krise lösen kann. Lassen wir die Frage nach dem »WIE« erst einmal dahingestellt. Es kommt zuerst einmal darauf an, sich etwas vorzunehmen, sich mit Leib und Seele für etwas einzusetzen, zu beschließen, einen bestimmten Wunschzustand zu erschaffen. Und das ist definitiv möglich!!! Sobald wir uns hundertprozentig für einen Weg entscheiden, öffnen sich uns immer mehr und mehr Türen, weil unsere Schwingung dafür sorgt. Kein Unglück kann bestehen bleiben, wenn wir uns mit jeder Faser unseres Wesens dafür entschieden haben, ein glückliches Leben zu führen.

Sei dazu entschlossen und die Sache ist getan. (Konfuzius)

Alles, wofür Du Dich entscheidest, lieber Leser, verhindert eine gegensätzliche Entscheidung. Das Eine schließt das Andere aus. Wenn Du den rechten Fuß anhebst, kannst Du nicht gleichzeitig den linken Fuß anheben. Und das ist gut so, denn wenn zwei sich widersprechende Entscheidungen zugleich getroffen werden könnten, gäbe das nur Chaos. Es geht darum, Entschlossenheit im eigenen Leben zu kultivieren. Wie würde Deine persönliche Affirmation aussehen, um das zu bewerkstelligen, lieber Leser? Meine schaut so aus:

»Ich entscheide mich für das Glück, für die Freude, für die Liebe und für die Freiheit. Meine Entscheidung steht fest und ich handle danach.«

Das Leben ist einfach. Du triffst Entscheidungen und blickst nicht zurück. (Aus Japan)

Ich schreibe meine Entscheidungen auf einen Zettel und hänge ihn an der Wand auf. Manche meiner Freunde und Kollegen formulieren ihre Entscheidungen mündlich, schreiben sie aber nicht nieder. Warum handhabe ich es anders? Weil ich das Aufschreiben für besonders wichtig halte, es bringt unseren Entschluss aus der geistigen Welt in die materielle Welt. Dadurch gewinnen wir wesentlich mehr Zielklarheit, weil wir unser Ziel ganz deutlich vor Augen haben. Im Jahre 1953 wurden die Abgänger der Yale-Universität gefragt, ob sie bestimmte Ziele hätten. 83 % hatten keine Ziele, 13 % hatten Ziele, haben diese jedoch nicht aufgeschrieben und 3 % hatten schriftlich formulierte Ziele. 20 Jahre später stellte man fest, dass die 3 % mit schriftlichen Zielen weitaus erfolgreicher im Leben waren als alle anderen.

Einige meiner Coaching-Teilnehmer sagen zu Beginn der Coachings, dass sie nicht die Willenskraft aufbringen können, um lebenswichtige Entscheidungen zu treffen. Sie berufen sich darauf, dass sie ihr eigenes Verhalten nicht beherrschen, dass schlimme Dinge in ihrer Kindheit geschehen sind, dass sie ein Opfer ihrer Gewohnheiten sind, dass sie anderen zuliebe Kompromisse in Sachen Lebensglück eingehen müssen usw. Das sind ganz typische Standard-Einwände, um seine eigene Macht zu verleugnen. Ich demonstriere dann mit einem ganz simplen Beispiel, dass wir sehr wohl die Macht haben, über unser Leben zu entscheiden. Z. B. sage ich laut: »Ich entscheide mich jetzt, mich auf den Stuhl zu setzen. Und jetzt entscheide ich mich, wieder aufzustehen. Als nächstes entscheide ich mich, den kleinen Finger der rechten Hand zu bewegen. Und dann entscheide ich mich, den Lichtschalter zu drücken.« Solche Trockenübungen suggerieren unserem Unterbewusstsein, dass wir unsere Wünsche tatsächlich umsetzen können – und das trotz Erziehung, einschränkender Gewohnheiten und anderer angeblicher Hürden. Das fühlt sich gut an. Sich für »Gutes« zu entscheiden, bedeutet automatisch, das »Ungute« aus dem Leben zu verbannen, lieber Leser. Solch eine Entscheidung setzt Kräfte frei, wie wir uns das kaum vorstellen können. Nelson Mandela verbrachte 18 Jahre seines Lebens im Gefängnis. Trotzdem ließ er sich dadurch nicht zerbrechen und wurde nach seiner Freilassung Präsident von Südafrika. Dem vorausgegangen war die Entscheidung, das Leben trotz widrigster Umstände zu meistern. Roland Zeh verlor als Siebenjähriger fast vollständig sein Gehör und hatte kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Er entschied sich dennoch dafür, Karriere im medizinischen Bereich zu machen und ist heute Chefarzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde. George Bernhard Shaw schaffte es erst nach 21 Jahren, sich als Dramatiker durchzusetzen. Seine Manuskripte wurden ewig lange abgelehnt. War das für ihn ein Grund gewesen, mit dem Schreiben aufzuhören? Mitnichten. Er entschied sich, es immer weiter zu versuchen, bis er Erfolg hat. Sarah Neef kam gehörlos zur Welt. Trotzdem hat sie das Abitur mit der Note 1,9 bestanden, ihr Studium sogar mit der Note 1,6. Sie bekam den Scheffelpreis in Deutsch, sowie den Humanismuspreis in Latein. Sie spricht fünf Sprachen, ist Autorin, spielt drei Musikinstrumente und ist Tänzerin eines professionellen Ensembles. Sie entschied sich dafür!!!

Ich hadere nicht mit dem Schicksal. Ich habe gelernt, zu meinem Leben ja zu sagen, so wie es ist. Es gibt immer Hoffnung, jeder kann sich seine Träume erfüllen. (Sarah Neef)

Es ist egal, in welcher Situation man gerade steckt oder woher man kommt – wichtig ist, wohin man geht. Wenn mich jemand fragt, wohin ich gehe, lautet meine Antwort: »Wohin ich mich ENTSCHEIDE zu gehen.«

Ein entschlossener Mensch wird mit einem Schraubenschlüssel mehr anzufangen wissen, als der Unentschlossene mit einem Werkzeugladen. (Emil Oesch)

JEDER ERFOLG ist das Ergebnis klarer Entscheidungen. Und je bildhafter unsere Entscheidung, desto eher wird sie sich verwirklichen. Schließen wir unsere Augen und bestätigen unseren Entschluss immer und immer wieder. Dadurch beflügeln wir uns selbst und geben unserem Unterbewusstsein eine genaue Richtung an. Nur so kann unser Unbewusstes wissen, wohin es sich bewegen soll. Und im Laufe der Zeit wird uns das immer mehr immer besser gelingen. Wir werden Gelegenheiten erkennen, sie effektiver ergreifen und sie Schritt für Schritt realisieren. Und dabei halten wir uns immer vor Augen: »Krise heißt nicht Untergang, sondern Entscheidung.«

Immer wenn ich morgens aufwache, stehe ich vor der Entscheidung, ob ich glücklich oder unglücklich sein will. Und ich entscheide mich regelmäßig fürs Glücklichsein. (Diogenes)

(Persönliche Anmerkung: »Er entscheidet sich FÜRS GLÜCK, nicht gegen das Unglück.«)

Entscheiden wir uns immer für unser Lebensglück, lieber Leser. Tun wir das nicht, entscheiden wir uns zwangsläufig für unser Lebens-Unglück. Ignorieren wir niemals unsere Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche. Das Leben macht nur dann Sinn, wenn wir mit uns selbst übereinstimmen. Seien wir liebevoll zu uns selbst, hören wir auf unsere eigene, innere Wahrheit und entscheiden uns für unser persönliches Wohlergehen. Es gibt nichts Wichtigeres!!! In diesem Sinne: Finden wir heraus, was uns wirklich am Herzen liegt, welche Ziele wir haben und entscheiden wir uns für sie. Wir werden damit auch andere Menschen auf ihrem Weg inspirieren und ihnen helfen, das heraus zu bekommen, was ihnen wichtig ist. Wer das Ziel kennt, der kann entscheiden. Wer entscheidet, der findet Ruhe. Wer Ruhe findet, der ist sicher. Wer sicher ist, der kann überlegen. Und wer überlegt, kann seine Lage verbessern. Ziele geben uns einen Sinn im Leben. Das bedeutet nicht, dass wir alles auf einmal angehen müssen. Worauf es hier besonders ankommt, ist die Gewissheit, dass es ein Leben nach der Krise gibt. Das Leben kann uns das gewünschte Resultat erst liefern, nachdem wir für den entsprechenden Input gesorgt haben, erst müssen wir etwas investieren, etwas »säen«, eine energievolle Entscheidung fällen, diese aktiv umsetzen, das Geistige in die materielle Welt bringen, unseren Entschluss aktiv realisieren – und ERST DANN können wir etwas ernten. Etwas anderes anzunehmen entbehrt jeder Grundlage und wäre genauso sinnlos, wie vor einem Ofen zu stehen und ihm zu sagen: »Erst musst Du mir Wärme spenden, dann erst werde ich Dir Brennholz geben.« Genau andersherum wird ein Schuh draus. Also fassen wir einen Entschluss und setzen ihn Schritt für Schritt um. Und das alles ganz ohne inneren Druck.

Eines möchte ich uns noch einmal ganz energisch vor Augen führen: Jede Krise fordert uns auf, noch klarer zu bestimmen, was wir uns vom Leben wünschen. Hätten wir im Leben andere Entscheidungen getroffen, dann wäre unser Leben heute ganz anders. Es bleibt dabei ganz allein uns überlassen, welchen Weg wir wählen. Der Entscheidungsträger sind immer wir selbst. Mit anderen Worten: Wir leben zu 100 % das Leben unserer Wahl. Und es gibt nur eine Wahl: Entweder ist man ein Teil des Problems oder man ist Teil der Lösung. Beides zusammen geht nicht.

Herzlichst, Deine Anke

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