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Stärke Dein Selbstvertrauen

Das Leben fällt uns wesentlich leichter, wenn wir selbstbewusst sind. Wir können uns besser durchsetzen und unsere Mitmenschen nehmen uns mehr wahr. Wir sind von uns und unseren Fähigkeiten überzeugt, so dass wir zuversichtlicher durchs Leben gehen. Die Angst, zu versagen oder von anderen Menschen abgelehnt zu werden, blockiert uns nicht länger. Wir ruhen in unserer Mitte und schätzen unsere Möglichkeiten und unser Potenzial realistisch ein. Probleme werden zu Herausforderungen und wir scheuen uns nicht länger davor, neue Dinge auszuprobieren.

Ich möchte Dir in diesem Blog-Text einige Beispiele geben, wie Du im Alltag Dein Selbstvertrauen stärken kannst. Es sind leicht umzusetzende Trockenübungen, die jedermann leicht ausführen kann. Bei allen nachfolgenden Übungen gilt immer: Vergleiche Dich nicht mit anderen. Denn jeder von uns ist ein einzigartiges Original und goldrichtig so, wie er/sie ist.

Selbstbewusste Menschen haben für gewöhnlich ein sehr selbstsicheres Auftreten und fürchten sich nicht, im Mittelpunkt zu stehen. Um das auch hinzubekommen, sollten wir lernen, angstfreier im Umgang mit anderen Menschen zu werden. Das kann man dadurch üben, indem man beispielsweise in von vielen Menschen gefüllte Räume geht. Das können Veranstaltungen sein, Flughäfen, Kinos, Geschäfte, aber auch öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn. Dabei sollten wir immer mitten in die größte Menschenmenge gehen und Menschen ansprechen. Man fragt zum Beispiel nach der Toilette oder bittet die Menschen, Platz zu machen, damit man an ihnen vorbei kommt.

Im Kino sollten wir während eines Films aufstehen und unsere Sitznachbarn bitten, uns heraus zu lassen. In einem voll besetzten Bistro wiederum können wir fremde Menschen fragen, ob wir uns an ihren Tisch setzen dürfen, bis woanders ein Tisch frei wird. In der Zwischenzeit fragen wir sie, was sie uns empfehlen können (Getränke).

In einem Geschäft können wir uns von einem Verkäufer ausgiebig informieren lassen über einen bestimmten Artikel. Auch wenn wir nicht vorhaben, das Produkt zu erwerben, sollten wir neugierig Fragen stellen und ein ausführliches Gespräch mit dem Verkäufer führen. Dabei fragen wir nicht nur nach dem Material, sondern wollen auch gleich wissen, ob es einen Preisnachlass gibt. Wenn es um Kleidung geht, probieren wir viele Kleidungsstücke aus, ohne sie zu kaufen und ohne uns dafür zu schämen. Oder wir kaufen das Produkt und bringen es kurze Zeit später wieder zurück, weil wir es reklamieren und unser Geld zurück haben wollen. Dabei bleiben wir ganz höflich und argumentativ, ohne einen Streit anzufangen.

Wenn Du am Bahnhof in einer Warteschlange stehst, bitte Deinen Vormann, Dich vorzulassen, weil Du einen dringenden Termin wahrnehmen musst. Auch wenn Du ein »Nein« erntest, gib‘ nicht auf. Bleib dran und versuche es noch einmal. Es kommt nicht darauf an, ob Du tatsächlich vorgelassen wirst. Es geht einzig und allein darum, dass Du Dich traust, diesen Schritt zu machen, um mutiger zu werden. Wenn Du im Restaurant bist, mache den Kellnern ein Kompliment für den tollen Service, das gute Essen, das Ambiente. Dabei winkst Du dem Kellner zuvor nicht nur zu, er solle zu Deinem Tisch kommen, sondern rufst ihm quer durch das ganze Restaurant zu. Auf dem Weg zum Restaurant fragst Du Passanten nach dem Weg (obgleich Du ihn kennst). An der Bushaltestelle pfeifst Du laut Dein Lieblingslied oder telefonierst lautstark mit einem Freund. Falle auf und riskiere ruhig die Ablehnung Deiner Mitmenschen. So lernst Du mit Kritik und Zurückweisung umzugehen. Dann fragst Du jemanden nach der Uhrzeit oder ob jemand Geld wechseln kann. Und natürlich trägst Du die ganze Zeit exotische Kleidung, die Dich sofort hervor hebt von der Masse und alle auf Dich schauen lässt.

Wenn Du Geburtstag hast, schmeiß‘ eine Party mit folgendem Motto: Alle Deine eingeladenen Freunde müssen noch jemand Fremden mitbringen. Diese Fremden sprichst Du während der Party an und lernst sie kennen. Da es Deine Party ist, hast Du einen »Heimvorteil«. Versuche heraus zu finden, ob ihr die gleichen Hobbys habt. Wenn es Leute aus dem gleichen Ort sind wie Du, kannst Du sie fragen, ob ihr Euch schon mal irgendwo begegnet seid.

Eine weitere Möglichkeit, mit unbekannten Menschen in Kontakt zu treten und Berührungsängste zu verlieren, ist die Teilnahme an Seminaren und Kursen, die Dich interessieren. Melde Dich, wenn der Seminarleiter einen Freiwilligen sucht. Später kannst Du Freunde um den Gefallen bitten, Dir als »Testobjekt« zur Verfügung zu stehen, um Dein erlerntes Seminar-Wissen an ihnen praktisch auszuprobieren. Eine weitere Option für den Kontakt mit Menschen sind ehrenamtliche Aufgaben, die man übernimmt. Du kannst im Altenheim aushelfen oder auf die Kinder eines Bekannten aufpassen. Oder Du übernimmst eine Aufgabe im Verein, in dem Deine Kinder Mitglied sind.

Und ganz wichtig: Lerne auch mal »NEIN« zu sagen, wenn andere Menschen Dich um einen Gefallen bitten. Respektiere Deine Gefühle und stehe zu ihnen. Ein NEIN zu anderen Menschen ist zugleich ein JA zu sich selbst. Wenn Du mit einem Bekannten telefonierst und er nicht zum Schluss kommt, beende DU das Gespräch souverän. Und wenn er Dich unterbricht, fordere ihn auf, dies nicht mehr zu tun und Dich jetzt ausreden zu lassen.

Und auch Deine Körperhaltung sollte äußerlich Dein Selbstbewusstsein bereits deutlich präsentieren. Grundsätzlich schaust Du bei persönlichen Gesprächen Deinem Gegenüber immer in die Augen. Deine Schultern sollten gerade und unverkrampft sein. Das Brustbein hebst Du leicht an und Dein Körpergewicht verlagerst Du gleichmäßig auf beide Füße. Je stabiler und sicherer Dein Stand, umso mehr strahlt Dein Selbstvertrauen nach außen. Und wenn es zu einem Händedruck kommt, dann immer Augenkontakt halten und einen stabilen Händedruck ausüben.

Und last but not least: Belohne Dich für jede einzelne Übung, die Du gemacht hast. Unabhängig davon, zu welchem Resultat sie geführt hat.

Herzlichst, Deine Anke Barbara Steffens

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