Starke Glaubenssätze lösen nachweislich biochemische Vorgänge aus, die Botschaften des Gehirns durch den Körper senden. In einer aufschlussreichen Studie wurden 100 »Krebs-Überlebende« (Leute mit der Diagnose »Krebs im Endstadium«, mit ganz geringen Chancen auf Genesung) befragt, um herauszufinden, was all diese Überlebenden gemeinsam hatten. Es wurden keine Gemeinsamkeiten in den Heilverfahren gefunden (manche Patienten wurden mit Chemotherapie behandelt, andere bekamen eine Strahlentherapie, Diät-Programme oder Operationen verordnet, wieder andere begaben sich in spirituelle Behandlung). Die einzige Gemeinsamkeit war der felsenfeste Glaube, dass die Behandlung, die sie in Anspruch nahmen, zu 100 % und ohne jeden Zweifel wirkt. Nicht die Behandlung sorgte schließlich für die Genesung, sondern der Glaube.
Da flehen die Menschen die Götter um Gesundheit an und erkennen nicht, dass sie selbst die Macht darüber besitzen. (Demokrit)
Wunder sind also bei einem entsprechend ausgeweiteten Glaubenssystem durchaus möglich. Wobei ein Wunder im Grunde nichts anderes ist als das konsequente Befolgen von kosmischen Naturgesetzen. Wie sagte bereits vor 2000 Jahren ein junger Mann im Bereich um Palästina: »Jedem geschehe nach seinem Glauben.« Er (Jesus) hätte auch sagen können: »Dein Glaube erzeugt Dein Leben.« Fokussieren wir uns deshalb mehr auf das Harmonische im Leben.
Noch ein Experiment in Sachen Glaubenssätze und Wunderheilungen: Die amerikanischen Krebstherapeuten Carl und Stephanie Simonton erzielten bei den krebskranken Patienten ihrer Klinik mit Meditation, überzeugenden, glaubwürdigen Visualisierungsübungen, positivem Denken und einer spirituellen Lebensführung eine Verdopplung der Lebenserwartung (Simonton-Methode). Der feste Glaube an eine Genesung unterstützte das Immunsystem, mit den wuchernden Krebszellen mühelos fertig zu werden. Ein überzeugender Glaube beeinflusst nachweislich unsere Körperfunktionen. Unser Körper reagiert so, als wäre das wahr, woran man ganz fest glaubt.
In medizinischen Fachkreisen nennt man das Selbstwirksamkeitserwartung (self-efficacy-expectancy). Eine ähnliche Erfolgswirkung hat auch der sogenannte Placebo-Effekt (Einnahme von Scheinmedikamenten). Man sieht das gewünschte Ergebnis vor dem inneren Auge, glaubt fest daran und es wird Realität.
Sehe die Dinge, wie Du sie gerne hättest, anstatt wie sie sind. (Robert Collier)
Und ebenso wie auf den Körper wirken sich unsere Glaubenssätze auch auf unsere Lebensumstände aus.
Ein Bekannter erzählte mir: Wenn im ehemaligen Jugoslawien jemand in seinem Wohnort krank war, dann ging er nicht nur zum Arzt, sondern auch zu jemandem, der die Aura heilen sollte. Tabletten und dergleichen standen meist immer als letzte Lösung an. Er bekam das als Kleinkind mit und in ihm bildete sich der feste Glaubenssatz: »Ärzte sind nur zweite Wahl, sie können nicht immer helfen. Aber eine ‚Auraheilerin‘ schon.« Jahre später litt er an einem Meniskusriss. Eine alte Jugoslawin, die als Auraheilerin galt, heilte ihn Jahre später mit ein paar Griffen und Mantren. Sie lebte in einer echt verwahrlosten und baufälligen »Bruchbude« außerhalb der Stadt. Mein Bekannter schätzte sie so ein, dass sie weder schreiben noch lesen konnte und erst recht hatte sie wohl auch keinen Doktortitel. Und Geld wollte sie auch keines – sie war einfach froh, helfen zu können. Und das hatte sie zweifellos getan, denn sie vollbrachte das, was viele Doktoren nicht geschafft hatten: Das Knie meines Bekannten war wieder vollkommen gesund. Das ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass er wegen dieser gesundheitlichen Beschwerden über zwei Jahre lang von einem Facharzt zum anderen herumgereicht wurde – ohne Erfolg. Und warum war das so? Weil er an die Fähigkeiten von Ärzten nicht so stark glaubte, wie er es in Bezug auf alternative Heilmethoden tat. Solche Ereignisse haben ihn geprägt und er begann alles zu hinterfragen. In der Quantenphysik hat man bereits vor einiger Zeit herausbekommen, dass die Erwartungshaltung von Wissenschaftlern, die ein Experiment machen, das Endresultat massiv beeinflusst (da unser Glaube unsere Wirklichkeit erschafft). Und genau so war es bei der beschriebenen »Wunderheilung«. Es passiert immer das, woran man ganz fest glaubt.
Wenn ich das Leben als einen glücklichen Erfahrungstrip begreife – und das tue ich – dann kann es nicht sein, dass ich mich ständig mit einschränkenden Glaubensmustern durchs Leben bewege. HEY, das bringt mich doch nicht wirklich weiter, findest Du nicht auch!? Wir sollten uns NIEMALS mit weniger begnügen, als mit dem, was WIR wirklich wollen. Dafür ist unser Leben viel zu kostbar und unsere Wünsche viel zu wichtig!!!
Was sagt die Wissenschaft?
Es wäre mehr als vermessen zu glauben, etwas, wofür es heute keine wissenschaftliche Erklärung gibt, gäbe es demnach gar nicht. Viel wichtiger als wissenschaftliche Messmethoden, die nicht immer der Weisheit letzter Schluss sind, ist etwas ganz Anderes: Die Selbsterfahrung!!! Ich weiß, was ICH erlebt habe, ich weiß, was ich weiß, und das schlägt jeden wissenschaftlichen Beweis um Längen, dagegen verblasst jede wissenschaftliche Messmethode.
Das Maß der Wahrheit ist für mich Effektivität.
Jeder Mensch, der seine Wünsche durch seinen Glauben erfüllt hat, der sein Leben gemeistert hat und glücklich ist, hat seinen Mitmenschen ohne ein einziges Wort und ohne eine wissenschaftliche Messmethode bewiesen, dass es durchaus möglich ist, mit dem richtigen Glauben «Wunder« zu bewirken. Meine Eigenerfahrungen kann ich nicht anzweifeln, denn ich habe sie mit Haut und Haaren erlebt, sie sind unbestreitbar. Es geht gar nicht darum alles zu erklären, um uns dann daran festhalten zu können. Als Guglielmo Marconi, ein Pionier der drahtlosen Kommunikation, im 19. Jahrhundert stolz erklärte, er kenne einen Weg, um Nachrichten ohne Drähte und ohne jegliche materielle Verbindung zu übertragen, ließen ihn seine Freunde vorsichtshalber in eine Nervenklinik einweisen, um sicherzugehen, dass er nicht irre ist.
Selbst die allergrößten Künstler, Erfinder und Genies wurden zu Lebzeiten oftmals für Verrückte gehalten, weil sie ihre Theorien nicht beweisen konnten, weil die meisten Leute einfach noch nicht bereit waren, ihren begrenzten Glaubensrahmen zu erweitern. Man nahm große Erfinder solange nicht ernst, bis ihr Erfolg ihnen recht gab und alle ihre Kritiker restlos verstummen ließ.
Deshalb sollten wir uns eines bewusst machen: Der persönliche Erfolg, die Wirksamkeit bei sich selbst, ist das Beste aller Argumente. So war es schon immer und so wird es immer sein. Und deshalb sollte jeder sich selbst den Beweis erbringen, nämlich einen persönlichen Beweis durch Eigenerfahrungen, durch ein erfolgreiches und glückliches Leben. Wahrer Glaube bedarf deshalb keiner wissenschaftlichen Beweise, er bedarf keines Auffangnetzes und keines doppelten Bodens. Die Macht des Glaubens ist nämlich wie die Macht der Liebe. Sie ist nur durch Vorleben und Eigenerfahrung beweisbar.
Herzlichst,
Deine Anke Barbara Steffens
