Unser Geist ist es, der unsere Welt erschafft. (Dalai Lama)
Dass unsere Gedanken und Gefühle uns beeinflussen, ist nichts Neues. Sie wirken auf unseren Herz- und Pulsschlag, unseren Blutdruck, unsere Muskelspannung, Speichelproduktion, unsere Darmaktivität, Körpertemperatur, Atemfrequenz und vieles mehr ein. Unsere Einstellung zum Leben prägt sogar unsere Gesichtszüge. Je realer uns Gedanken vorkommen, d. h. je mehr wir an sie glauben, umso stärker ist ihr Einfluss (man denke hierbei an Menschen, die schweißgebadet aus einem Albtraum erwachen, weil sie den Traum für wahr hielten). Doch das ist bei Weitem nicht alles. Unsere Gedanken und Gefühle wirken auch außerhalb unseres Körpers. Jedes Denken und Fühlen leitet einen Schöpfungsprozess ein und erschafft das, was wir Realität nennen.
Es gibt keinen Gedanken in irgendeinem Kopf, der sich nicht rasch in irgendeine Macht verwandelt. (R.W. Emerson)
Es gibt Hinweise in der Geschichte zahlreicher Völker, in Sagen und Überlieferungen, die immer wieder auf verschiedene Weise von der realitätsschaffenden Macht unserer konzentrierten Gedanken und Gefühle berichten. Z.B. besagt ein buddhistisches Mahayana-Sutra: »Realität existiert nur, wo der Geist seinen Fokus hinrichtet.« Die einstimmige Aussage aller Überlieferungen lautet stets: Denken, glauben und fühlen bedeutet KREIEREN, ERSCHAFFEN oder auch einfach INS LEBEN ZIEHEN!
Unser Fühlen und Denken von heute ist unser Schicksal von morgen! (Erwin Ringel)
Demnach gibt es nur einen Schöpfer für unser Leben: UNS SELBST! Nicht die Umstände, die Götter, die Sterne, der Zufall, das Schicksal oder andere Menschen bestimmen, was möglich und was unmöglich ist, sondern einzig und allein wir.
Du selbst bist es, der diese Welt erschafft. In jedem Augenblick. (Gautama Buddha)
Dieses sogenannte Gesetz der Anziehung sagt aus, dass Gleiches immer Gleiches anzieht und Ungleiches abstößt – und zwar immer und überall. Unsere ausgesandten Schwingungen ziehen demnach gleiche und verwandte Schwingungen an (wie heißt es doch so schön: Jeder Topf findet seinen Deckel), und stoßen ungleiche Schwingungen ab. Je mehr gleiche Schwingungen sich verbinden, desto stärker schwingen sie und manifestieren sich in Form von Lebensumständen. Diese können, je nach Beschaffenheit unserer Gedanken und Gefühle, alles Mögliche beinhalten: Glück oder Pech, liebevolle oder hasserfüllte Menschen, materiellen Gewinn oder Verlust, Gesundheit oder Krankheit – oder von allem etwas. Mit anderen Worten: Alles, was wir glauben, denken und fühlen, hat eine »physische« Auswirkung und wird von uns »geerntet«. Bereits der Volksmund sagt uns, dass man das erntet, was man zuvor gesät hat, oder dass es aus dem Wald so heraus schallt, wie man zuvor hinein gerufen hat. Es gibt also immer eine Ursache und eine (Aus-)Wirkung, es findet stets ein Ausgleich statt. Unser ganzes Leben dreht sich im Grunde um nichts anderes, als um unsere eigene energetische Schwingung, die wir permanent ausstrahlen.
Wenn wir nicht belogen oder betrogen werden wollen, dann sollten wir auch niemanden belügen und betrügen (auch uns selbst nicht). Wollen wir anerkannt und freundlich behandelt werden, dann sollten wir anerkennend und freundlich anderen Menschen gegenüber sein (und natürlich auch zu uns selbst). Denken wir liebevoll, ziehen wir Liebe an. Das Leben kann nur schön, liebevoll und lebendig sein, wenn wir selbst innerlich schön, liebevoll und lebendig sind. Denken wir hingegen wuterfüllt, ziehen wir Wut an. Mit destruktiven Glaubenssätzen ziehen wir Menschen an, die dieser Destruktivität entsprechen (wer austeilt, darf auch einstecken). Dem Leben bleibt nichts anderes übrig, als uns das zu liefern, was wir gedanklich und gefühlsmäßig in Form einer Schwingung »bestellt« haben. Ist unser innerer Zustand disharmonisch, ist es auch unser Körper und er wird früher oder später krank. Sind wir seelisch ausbalanciert, wird auch unser Body im Gleichgewicht sein. Je geringer wir von uns denken, desto geringer werden wir. Je schöner unser Selbstbild ist, umso schöner wird das eigene Leben. Was wir jemandem zufügen (ob gedanklich oder physisch), werden wir früher oder später selbst erleiden müssen. Jeglicher Hass, jede Wut und jeder sonstige negative Gedanke gegenüber anderen Menschen sind demzufolge selbstzerstörerisch, da alles auf den Absender solcher Gedankenschwingungen zurück fällt und er seine »eigene Medizin« am eigenen Leib schmecken darf. Diese Beispiele könnte man endlos weiterführen.
Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füg‘ auch keinem andern zu! (Sprichwort)
Die von uns erlebte Außenwelt entspricht also immer dem, was wir selbst innerlich sind, sie ist immer unser Spiegel. Denken wir hierbei an unseren Schatten. Gehen wir in der Sonne spazieren, dann folgt uns unser Schatten. Was immer wir auch machen, unser Schatten macht immer alles analog zu unserem Körper. Und so reagiert auch das Leben immer analog auf unsere Gedanken und Gefühle (jedoch im Gegensatz zum Schatten zeitversetzt). Das Leben hat immer recht, es lügt nie, seine Sprache sind unsere Lebensumstände.
Mein Leben ist meine Botschaft. (Gandhi)
Es können also immer nur die Erfahrungen, Dinge und Menschen in unser Leben kommen, die unserem Inneren entsprechen und die uns das Leben reflektiert, für die wir (schwingungsmäßig) also eine innere Resonanz besitzen (anstelle von »Gesetz der Anziehung« sagt man deshalb auch »Gesetz der Resonanz«). Achten wir also stets auf unsere Schwingung. Wie genau macht man das? Ganz einfach: Positive Gefühle signalisieren uns, dass wir positiv schwingen, und negative Gefühle, dass wir negativ schwingen. Sie sind ein zuverlässiger Indikator für unseren Schwingungszustand, ohne sie wären wir ziemlich ratlos.
Unsere Gefühle sind zugleich auch eine Aufforderung zu handeln. Entweder um eine niedrige Schwingung zu harmonisieren, oder wenn sie bereits auf dem Harmonie-Level ist, sie zu bewahren und gezielt auszurichten. Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Wir haben ein bestimmtes Problem (z.B. eine unbezahlte Rechnung), welches uns schlaflose Nächte beschert. Ständig denken wir daran und fühlen uns verzweifelt. Kein Wunder, denn wir befinden uns auf der »Schwingung des Problems« und in dieser Schwingung kann man sich nicht wohl fühlen, auf dieser Schwingung werden 24 Stunden lang am Tag »Probleme, Sorgen und Ängste« gesendet. Wir werden solange keine Lösungen anziehen können, solange wir auf dieser Problemfrequenz bleiben.
Kein Problem kann durch das Bewusstsein gelöst werden, das dieses Problem geschaffen hat. (Albert Einstein)
Lösungen lassen sich nur dann anziehen, wenn wir in Lösungen denken. Das ist reine Logik: Ein Radiosender, der auf UKW eingestellt ist, kann auch keine Sendungen auf MW oder LW empfangen. Man kann nur das anziehen, was auf derselben Schwingungsfrequenz liegt. Und in welcher Schwingungsfrequenz wir uns befinden bzw. wie wir Lebenssituationen wahrnehmen, entscheidet sich in unseren Glaubenssätzen. Wir alle können nur die Bereiche der Wirklichkeit wahrnehmen, die unseren Überzeugungen entsprechen (ob Probleme oder Lösungen). Unser »Schicksal« hängt also immer von unserer Geisteshaltung ab. Es ist immer unser persönliches Verhalten, das unsere persönlichen Lebensverhältnisse bestimmt. Es liegt einzig und allein an uns, ob wir Opfer oder Nutznießer unserer Gedanken und Gefühle sein wollen. Am Ende ist alles nur eine Frage der inneren Einstellung, der Gesinnung, der Bewusstheit.
Unsere Gedanken haben eine ungeheure Kraft. Es ist in unserer Entscheidung gelegt, diese Macht zu unserem Nutzen oder Schaden einzusetzen. Mit der Kraft der Gedanken bestimmen wir nicht nur über Gesundheit und Krankheit, sondern unsere Gedanken sind unser Schicksal. Das ist eine Gesetzmäßigkeit, der sich keiner entziehen kann; aber gleichzeitig eine wunderbare Chance. (William James)
Wie schnell manifestieren sich unsere Gedanken und Gefühle? Das ist keine Frage der Zeit, sondern der »Qualität« unserer Schwingungen. Je konzentrierter, glaubwürdiger und mit starker Gefühlsintensität aufgeladener ein Gedanke ist, umso weitreichender seine Wirkung. Das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, bleibt bestehen oder verstärkt sich. Es ist eine ganz einfache Rechnung: Werfen wir einen Bumerang voller Schwung, kommt er schwungvoll zurück. Machen wir das nur mit wenig Schwung, kommt er nur mit wenig Schwung zurück.
Wichtig ist sich dabei immer wieder klar zu machen, dass alle unsere Gedanken und Gefühle einzig und allein in unserem Verantwortungsbereich liegen. Es gibt NICHTS in unserem Leben, das wir nicht selbst manifestiert haben. Alles, und damit meine ich wirklich ALLES (unsere zwischenmenschlichen Beziehungen, unsere Nachbarn, unsere Gesundheit, unsere finanzielle Lage, unser seelisches Wohlbefinden, unsere Erfolge und Misserfolge, einfach alles), was sich in unserem Leben ereignet, beginnt und geschieht IN UNS und DURCH UNS. Für gewöhnlich denken Menschen, wenn ihnen etwas Negatives widerfährt, das Glück habe sie verlassen und sie seien hilflose Spielbälle eines imaginären Zufalls oder Schicksals. Dabei vergessen sie jedoch, dass alles in diesem Universum auf Ursache und Wirkung basiert. Deshalb kann in unserem Universum nichts zufällig geschehen. Die Schöpfung ist kein Zufallsprodukt. Im gesamten Kosmos (griechisch: Ordnung – also das Gegenteil von Unordnung und chaotischem Zufall) ist alles präzise geregelt durch bestimmte Naturgesetze. Es ist kein Zufall, der unser ganzes Universum seit Milliarden von Jahren zusammen hält. Nicht eine einzige Millisekunde existiert das Universum zufällig. Es läuft alles hoch präzise wie ein Uhrwerk ab (und das stets auf der Basis elektromagnetischer Kräfte). Es ist auch kein Zufall, wenn es schneit oder wenn die Sonne scheint, wenn jemand schwanger wird oder wenn wir hungrig sind, wenn ich einen Ball fallen lasse und dieser zu Boden fällt. Alles hat eine Ursache und unterliegt einem Naturgesetz, ob wir es nun kennen oder nicht.
Wer die Ursache nicht kennt, nennt die Wirkung Zufall. (Werner Mitsch)
Das, wobei unsere Berechnungen versagen, nennen wir Zufall. (Albert Einstein)
»Schicksal« und »Zufall« sind nur Bezeichnungen für das noch nicht erkannte (karmische) Gesetz der Anziehung und oft eine bequeme Ausrede. Entweder wir sind Meister oder Opfer des Lebens (dabei sind wir wohlgemerkt niemals Opfer von irgend etwas außerhalb von uns selbst). Jene Menschen, die an ein Schicksal glauben, geben ihre Eigenverantwortung (und somit ihre Macht) ab und machen sich zu Opfern (selbst erzeugter) Umstände. Und warum? Weil sie daran glauben, klein und machtlos zu sein. Und wie neben vielen anderen Quellen auch die Bibel sagt, geschieht jedem nach seinem Glauben.
Ob man glaubt, etwas zu können, oder man glaubt, etwas nicht zu können, man behält immer Recht. (Henry Ford)
Stelle Dir dazu die gesamte Existenz einfach einmal als eine große Leinwand vor, auf die wir den Inhalt unserer Glaubenssätze richten. Egal, mit welcher Rolle wir uns identifizieren (als Glückskind oder als Unglücksrabe), unser Glaube an dieses Selbstbild erzeugt genau diese Realität und wird somit zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung.
Die größte Revolution unserer Zeit dürfte die Entdeckung gewesen sein, dass die Menschen durch die Änderung ihrer Geisteshaltung die äußeren Umstände ihres Lebens ändern können. (William James)
Das sind doch wunderbare Aussichten, lieber Leser, findest Du nicht auch? Denn das bedeutet: Wir alle sind mit obergenialen Fähigkeiten ausgestattet und ohne Ausnahme alles kann durch die »richtige« Schwingung bzw. durch die »richtigen« Glaubenssätze beeinflusst werden. Sie entscheiden, ob unser Leben von Leid oder innerer Harmonie und Zufriedenheit geprägt ist. Was heißt das für uns? Dass sich da unbegrenzte Möglichkeiten auftun. Wir brauchen nicht länger auf schöne Lebensumstände zu warten, nein, wir warten nicht länger, wir können sie selbst erschaffen, wir sind Schöpfer mit tollen Möglichkeiten und können alle unsere Träume verwirklichen.
Das ist in meinen Augen einfach nur S-U-P-E-R.
Erst die Möglichkeit, einen Traum zu verwirklichen, macht unser Leben lebenswert. (Paulo Coelho)
Betrachten wir dieses ganze Szenario einmal aus diesem neuen Blickwinkel, wird uns klar, dass wir Menschen unvorstellbar mächtig sind (das ist für viele von uns ein ganz neues und reichlich ungewohntes Selbstbild). Aber so und nicht anders ist es: Wir selbst sind die Autoren unserer Glücks- oder Leidensgeschichte, wir selbst schreiben unser Lebensdrehbuch jeden Tag, jede Stunde, Minute und Sekunde unseres Lebens, ausschließlich wir selbst haben die Macht, indem wir entscheiden, welchen »Schwingungssender« wir einstellen.
Es steht uns nicht zu, uns kleiner zu machen, als wir sind. (Edith Södergran)
Das Wort Macht hat in unserem Gesellschaftskreis oft einen negativen Beigeschmack. Dies kommt daher, weil immer wenn das Wort »Macht« fällt, man daraus automatisch schließt: »Macht über andere.« Doch das ist hier nicht der Fall. Jeder von uns ist unglaublich mächtig (schon immer gewesen), doch mächtig in Bezug auf was? AUF SICH SELBST, auf das eigene Leben, auf das eigene Da-Sein. Machen wir uns frei von der Negativität, die man dem Wort »Macht« angehaftet hat und nutzen wir sie für ein glücklich(er)es Leben. Es liegt in UNSERER Hand, wir sind definitiv dazu in der Lage.
Nun kommt es nur noch darauf an, diese uns angeborene Naturmacht, beruhend auf Ursache und Wirkung, konstruktiv und zum Wohle aller zu nutzen. Und das geht nur, wenn wir uns klar machen, dass die Ursachen nicht in der Außenwelt liegen, sondern in uns, im unbewussten Anteil unseres Bewusstseins, sprich: in unserem Unterbewusstsein.
Also auf was warten wir noch? Wenn wir unsere Lebensumstände verändern wollen, muss die Veränderung IN UNS, bei unseren Glaubenssätzen, Verinnerlichungen und Gewohnheiten beginnen. Wenn wir diese verändern, verändern sich auch unsere Lebensumstände. Wenn wir es »richtig« machen, ist das Ergebnis ein Leben, welches uns alle Wünsche erfüllt, die wir in uns tragen. Ein Leben voller Glück und Freude. Und um das zu realisieren, eignet sich die Karma-Ablösung als Werkzeug geradezu ideal.
Merksatz:
Der Glaube erschafft die »Wirklichkeit«. Das ist das Gesetz des Universums. Unser Glaube, unsere inneren Überzeugungen sind die Substanz der Wirklichkeit.
Herzlichst, Deine Anke
