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Erweitere Deine Grenzen

Hebt man den Blick, so sieht man keine Grenzen. (Weisheit aus Japan)

Eins habe ich mir gemerkt: Wollen wir unser Leben verbessern, dürfen wir uns keine Grenzen mehr setzen. Im Gegenteil. Es wird Zeit, sich aus seinen alten, selbst auferlegten Begrenzungen zu erheben und sie ein für allemal hinter sich zu lassen. Jeder Mensch ist immer nur so groß, wie das Ausmaß seines Denkens. Selbstbestimmtes Denken gegen fremdbestimmte, einschränkende Regeln ist für mich gleichbedeutend mit Kreativität.

Wenn Du Dir etwas vornimmst, dann verfolge Deine Absicht ohne Angst und Zweifel. Gedanken wie „Dafür fehlt mir das nötige Kleingeld“ sind völlig unangebracht, denn durch die richtige Schwingung, welche aus zuversichtlichem Glauben und Eigenliebe entsteht, wird sich das Geld plötzlich einfinden, welches zur Wunscherfüllung erforderlich ist. Um Dein wahres Potenzial zu erkennen, musst Du Dich von begrenzenden Glaubensmustern befreien und das geht am einfachsten durch spielerisches Herangehen. Denke in diesem Zusammenhang mal an Kinder: Wenn Du als Kind etwas gelernt hast, zum Beispiel zu gehen oder zu sprechen, dann war es ein Spiel ohne Grenzen. Als Kind hast Du Dir keinen Druck gemacht, um eine bestimmte „Leistung“ zu vollbringen. Erwachsene denken leider so, sie machen sich selbst Druck und stehen sich selbst im Weg. Sie setzen sich eine „Deadline“, bis zu der sie eine bestimmte Sache beendet haben wollen und schaffen dadurch völlig unnötigen Stress und Hektik in ihrem Leben. Sie wollen funktionieren und vergessen dabei zu leben. Und dadurch haben sie ihr Lebensglück bereits sehr eingegrenzt.

Die einzigen Grenzen in unserem Leben sind die, die wir selbst akzeptieren. (Miles Hilton-Barber)

 

Es gibt keine Grenzen, es gibt nur Glaubenssätze. (Unbekannt)

Ist Dir nie aufgefallen, dass sich immer dasselbe Spiel wiederholt? Erst erscheint ein Gedanke, der unrealistisch wirkt, dann wird er möglich, dann wahrscheinlich und dann wirklich. Denke dabei nur an die Erfindungen der letzten 60 Jahre. Eines der größten Hindernisse des unbewussten Menschen ist seine mehr oder weniger ausgeprägte Eigenschaft, sich nicht vom alten Weltbild lösen zu können. Es gab Zeiten, da war der Mensch felsenfest davon überzeugt, die Erde sei eine flache Scheibe. So wurde es von den Gelehrten, den Wissenden und den Experten damals gelehrt. Dieses Wissen wurde kritiklos übernommen. Ausgehend von diesem (Un)Wissen ließ sich kaum jemand davon überzeugen, dass die Welt rund ist. Schließlich „weiß man heutzutage doch alles“. Ebenso gab es Zeiten, in denen die Menschheit nicht glauben konnte, dass der Mensch eines Tages mittels bestimmter Maschinen fliegen könnte. Schließlich „wisse man doch“, dass dies nicht geht. Nur weil man es weder in den Zeitungen, noch in der Schule und auch nicht von „Tante Emma“ gehört hat, gibt es das also nicht. Alles nach dem eingrenzenden Motto: Meine Grenzen sind die Grenzen der Welt. Vor einigen Jahrzehnten hielt man es für unmöglich, den Mond zu erreichen, Schafe zu klonen, mit einem Klick auf der Computertastatur auf unzählige Informationen im Internet zuzugreifen. Zu jeder Zeit hielten sich die Menschen für wissend, so, als gäbe es nichts Neues mehr zu entdecken, und durch diesen Irrglauben haben sie sich eingegrenzt. Heute ist es nicht anders. Obwohl fast jede Generation aus diesem Irrglauben immer wieder aufgeweckt wird, verfällt sie sofort wieder in eine begrenzte Gedankenwelt, in der man einen sehr beschränkten Horizont hat. Immer nach der Devise: Was nicht sein darf, das kann auch nicht sein. Das zeigt deutlich, dass die Menschen sich ständig selbst eingrenzen und es immer bewusster Menschen bedarf, die sich keinen Grenzen beugen, sondern ihren Weg konsequent gehen.

Jeder sieht die Grenzen seines Gesichtsfeldes als die Grenzen der Welt an. (Arthur Schopenhauer)

Es gibt keine Grenzen Deiner schöpferischen Macht. Du kannst mittels Deiner Gedanken und Gefühle mehr Glück, Gesundheit, Freude und Wohlstand in Dein Leben bringen –ach, das ist unrealistisch für Dich? Na bitte, jetzt weißt Du ja schon, wo Deine Grenzen liegen. Selbsterkenntnis ist immer eine gute Sache. Arbeite an Deinen Glaubenssätzen und fang dabei mit kleinen Schritten an. Grenzen überwindet man immer innerlich. Und bald gibt es auch im Außen keine Grenzen mehr, denn wie innen, so auch außen. Die Vorstellung eines Lebens in Harmonie gefällt Deinem göttlichen Selbst, aber Deine Glaubenssätze lassen sie nicht zu. Und jetzt überlege Dir einmal, ob solche Glaubenssätze es gut mit Dir meinen. Sie halten Dich von etwas ab, was Dich glücklich macht, halten Dich dafür aber in einem Zustand fest, der Dich unglücklich macht. Sie grenzen uns ein und reden uns ein, wir seien ein Minimum, doch die Wahrheit ist, dass wir ein göttliches Maximum sind. Ich weiß nicht, wie viele Lehrer uns das noch zeigen müssen. Jesus zeigte es uns, Buddha auch, ebenso Krishnamurti. Wenn Du Dich den Grenzen schädlicher Glaubenssätze unterwirfst, ist ein Leben in Unglück und Leid vorprogrammiert. Deshalb löse Dich von allen eingrenzenden Gedanken in Dir. Ich dachte früher immer „Ich habe schon Leichteres nicht geschafft“, während ich heute denke: „Ich habe schon viel Schwereres vollbracht!“ Du lebst in einem Universum, in dem DEINE Gedanken und DEINE Gefühle DEIN Leben erschaffen.

Als Kind war die Welt nicht groß genug für uns, doch nun, als erwachsene Menschen, mit viel mehr Möglichkeiten, fühlen sich die meisten von uns eingegrenzter als jemals zuvor im Leben. Was für eine verkehrte Evolution, vom glücklichen und grenzenlos denkenden Kind zu einem unglücklichen und eingeschränkten Erwachsenen. Das kann es doch nicht sein, oder!? Ich las kürzlich im Internet einen Bericht über ein wissenschaftliches Experiment, welches man mit Fischen gemacht hatte: Die Fische waren in einem großen Becken und schwammen darin mehrere Wochen umher. Dann halbierte man das große Becken mit einer Glasscheibe, die in die Mitte des Beckens gesetzt wurde. Die Fische stießen ein paar Mal gegen die Glasscheibe und gewöhnten sich dann an den kleineren Bereich, der ihnen noch zur Verfügung stand. Einige Tage später wurde der kleine Bereich der Fische erneut mit einer Glasscheibe halbiert. Und wieder stießen die Fische ein paar Mal gegen die neue Glasscheibe und gewöhnten sich an die neue Einschränkung. Die Forscher halbierten den Lebensraum der Fische im Becken noch einige Male mit immer neuen Glasscheiben, bis diese nur noch ganz wenig Raum für sich hatten. Und nun kommt das Interessante. Als die Forscher alle eingrenzenden Glasscheiben aus dem Becken entfernten, benutzten die Fische weiterhin nur den engen Raum, an den sie sich gewöhnt hatten. Übertragen auf mein Leben stellte ich viele Parallelen fest. Ich verhielt mich oftmals genauso wie die Fische. Ich begrenzte mich selber, lebte nicht meinem Potenzial und meinen Fähigkeiten entsprechend. Und die Grenzen waren in meinem Kopf, in meiner Vorstellung. Doch im Gegensatz zu den Fischen sind wir Menschen in der Lage, die „Glasscheiben in unserem Kopf“ zu durchbrechen. Und genau das sollten wir tun.

Man wird nie neues Land entdecken, wenn man immer das Ufer im Auge behält. (Unbekannt)

Sich selbst etikettieren ist nach meiner Meinung ebenfalls eine Begrenzung. Eine Bekannte von mir bezeichnete sich oft gerne als Anwältin. Natürlich stimmte das, doch ist solch eine Aussage eine Einschränkung unseres wahren Wesens. Für manche Leute bin ich Karma-Therapeutin, für meine Kinder bin ich eine Mutter und für andere Menschen wiederum eine gute Freundin. Ein Etikett fixiert sich aber nur auf eine Sichtweise (z.B. den Beruf) und schließt alles andere kategorisch aus. Mit solchen Aussagen tun wir uns selbst keinen Gefallen, denn unser Unterbewusstsein hört immer mit. Deshalb raus aus diesem einengenden Korsett, denn wir sind Schöpfer!

Der Mensch, der den Berg versetzte, war derselbe, der anfing kleine Steine wegzutragen. (Chinesisches Sprichwort)

Herzlichst, Eure Anke

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